Reproduktion judenfeindlicher Mythen auf Kreuzwegstationen in Westbevern

Verwittertes Steinrelief mit der Darstellung dreier bärtiger Männer in Gewändern, von denen einer eine Dornenkrone trägt, die alle eng beieinander stehen und nach rechts blicken, was auf eine religiöse oder biblische Szene schließen lässt. ( )

Beschreibung

Das Todesurteil gegen Jesus von Nazareth wurde vom römischen Statthalter Pontius Pilatus gefällt und von römischen Soldaten ausgeführt. Dennoch zeigt die christliche Ikonografie seit Jahrhunderten immer wieder Darstellungen, in denen Jüdinnen und Juden als treibende Kraft hinter der Verurteilung und Hinrichtung Jesu erscheinen. Diese Bildsprache ist Ausdruck der sogenannten Gottesmordlegende, die Jüdinnen und Juden kollektiv die Schuld am Tod Jesu zuschreibt. Sie hat über Jahrhunderte zur Entstehung und Festigung antisemitischer Stereotype beigetragen und findet sich bis heute in sakraler Kunst. Der Kreuzweg in Westbevern stellt ein Beispiel für diese problematische Tradition dar.

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Judenfeindliche Taufsteinreliefs Ecclesia & Synagoga, röm.-kath. Kirche St. Pankratius, Beckum (Vellern)

Beschreibung

In der römisch-katholischen Pfarrkirche St. Pankratius in Beckum (Vellern), deren Ursprünge ins 12. Jahrhundert zurückreichen, befindet sich ein Taufstein, der auf die Mitte des 13. Jahrhunderts datiert wird .1 Dieser Taufstein zeigt in acht Reliefdarstellungen figürliche Motive, unter denen sich auch ein besonders prägnantes allegorisches Paar befindet: die Ecclesia und die Synagoga. Beide Figuren sind nicht nur durch ihre Attribute, sondern auch durch die über ihnen angebrachten Inschriften eindeutig zu identifizieren. Reproduziert wird durch diese Figuren christliche Judenfeindschaft in Form von Überlegenheitsphantasien gegenüber dem Judentum.

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