Judenfeindliche Reliefs auf dem Taufstein der evangelischen St. Georgskirche, Dortmund-Aplerbeck

Beschreibung

Der spätromanische Taufstein der heute evangelischen Georgskirche in Dortmund-Aplerbeck, um 1200 entstanden, gehört zu den frühesten Beispielen judenfeindlicher Bildsprache in der kirchlichen Kunst in NRW. Auf dem Taufstein sind fünf neutestamentliche Szenen angeordnet, die ausgehend von Jesu Geburt in zwei Richtungen erzählen: Links, der Abfolge im Matthäusevangelium folgend, die Heiligen Drei Könige und der Kindermord zu Bethlehem; rechts, als zentrale Punkte aus dem Leben Jesu, seine Taufe und seine Kreuzigung. Auffällig ist, dass mehrere Figuren des Reliefs mit sogenannten Judenhüten als jüdisch gekennzeichnet sind – ein Detail, das das vierte Laterankonzil von 1215 vorwegnimmt, auf dem Juden verpflichtet wurden, äußere Kennzeichen zu tragen. Die bildliche Markierung von Juden durch das Kleidungssymbol des Judenhuts war um 1200 in der Kunst bereits geläufig.

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Reproduktion der judenfeindlichen Gottesmordlegende, röm.-kath. Kirche St. Johannes Baptist, Medebach (Deifeld)

Ein bärtiger Mann in roter Robe zeigt auf einen anderen Mann, der ein großes Holzkreuz trägt. Der Hintergrund ist goldfarben und mit einem Blumenmuster verziert. Unten ist teilweise eine dritte Figur mit Heiligenschein und Dornenkrone zu sehen. (Text mit KI erstellt)

Beschreibung

Die Kreuzwegbilder in der röm.-kath. Kirche St. Johannes Baptist in Medebach (Deifeld) bieten eine Darstellung der Leidensgeschichte Jesu, die bei genauerer Betrachtung problematische Implikationen offenbart. Sie verlagert die Verantwortung für die Hinrichtung des Jesus von Nazareth auf Jüdinnen und Juden und reproduziert damit die judenfeindliche Gottesmordlegende.

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Judenfeindliche Passionsdarstellungen, röm.-kath. Kirche St. Laurentius, Küstelberg

Ein historisches Gemälde zeigt Soldaten, die einen Mann zwingen, ein großes Holzkreuz zu tragen, während Zuschauer in Gewändern zusehen. Im Hintergrund sind eine Steinmauer und ein vergittertes Fenster zu sehen. (Text mit KI erstellt)

Beschreibung

Die kanonischen Evangelien nennen drei Gruppen, die in unterschiedlicher Weise an der Festnahme, Verurteilung, Auslieferung und Kreuzigung Jesu beteiligt waren: die Römer als Besatzungsmacht, den Sanhedrin als oberstes religiöses Gremium des Judentums und die Anhänger der Sadduzäer in Jerusalem. Die übereinstimmenden Textstellen dieser Evangelien lassen klar erkennen, dass der römische Statthalter Pontius Pilatus Jesus zum Tod am Kreuz verurteilte und seine Soldaten die Kreuzigung ausführten. 

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Antisemitische und anti-schwarz-rassistische Darstellungen auf Kreuzwegstationen, röm.-kath. Kirche St. Antonius Einsiedler, Wiemeringhausen

Ein Gemälde, das Jesus mit einer Dornenkrone zeigt, umgeben von vier Männern in antiker Kleidung. Ein Mann ist als römischer Soldat gekleidet, während ein anderer ein weißes Tuch in der Hand hält. Die Szene wirkt düster, die Gesichter spiegeln Besorgnis und Trauer wider. (Text mit KI erstellt)

Beschreibung

Die Kreuzwegbilder in der römisch-katholischen Kirche St. Antonius Einsiedler in Wiemeringhausen zeigen auffällige Parallelen zu den bereits von spuren-sichtbar-machen.de dokumentierten Kreuzwegbildern von Franz Kaup in der Kirche St. Laurentius in Brilon (Rösenbeck). Es liegt die Vermutung nahe, dass die Bilder in Wiemeringhausen entweder direkt auf Kaups Werke zurückgreifen oder beide auf eine gemeinsame Vorlage verweisen. Unabhängig von der genauen Entstehungsgeschichte transportieren die Darstellungen jedoch antisemitische und rassistische Stereotype, die tief in den problematischen Bildtraditionen des 19. und 20. Jahrhunderts verwurzelt sind.

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Judenfeindliche Kreuzwegbilder, röm.-kath. Kirche St. Margaretha, Paderborn (Dahl)

Zwei Männer begutachten einen großen Holzbalken. Der eine hält eine Schriftrolle in der Hand und schirmt seine Augen ab, als würde er in die Ferne blicken, während der andere auf den Balken hinunterblickt. Beide tragen Kleidung im historischen oder biblischen Stil, und der Hintergrund ist dunkelblau. (Text mit KI erstellt)

Beschreibung

Die kanonischen Evangelien benennen klar die Verantwortlichen für die Festnahme, Verurteilung und Kreuzigung Jesu: Der römische Statthalter Pontius Pilatus verurteilte Jesus zum Tod am Kreuz, und römische Soldaten führten die Hinrichtung aus.1 Außerbiblische Quellen bestätigen, dass allein die Römer das Recht zur Verhängung der Todesstrafe besaßen. Für Jüdinnen und Juden galt die Kreuzigung zudem als Zeichen des Verfluchtseins durch Gott.2

Die Kreuzwegstationen in St. Margaretha in Paderborn-Dahl greifen dennoch auf judenfeindliche Narrative zurück, die eine Beteiligung von Jüdinnen und Juden an der Kreuzigung Jesu nahelegen.

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Reproduktion judenfeindlicher Mythen auf Kreuzwegstationen in Westbevern

Verwittertes Steinrelief mit der Darstellung dreier bärtiger Männer in Gewändern, von denen einer eine Dornenkrone trägt, die alle eng beieinander stehen und nach rechts blicken, was auf eine religiöse oder biblische Szene schließen lässt. (Text mit KI erstellt)

Beschreibung

Das Todesurteil gegen Jesus von Nazareth wurde vom römischen Statthalter Pontius Pilatus gefällt und von römischen Soldaten ausgeführt. Dennoch zeigt die christliche Ikonografie seit Jahrhunderten immer wieder Darstellungen, in denen Jüdinnen und Juden als treibende Kraft hinter der Verurteilung und Hinrichtung Jesu erscheinen. Diese Bildsprache ist Ausdruck der sogenannten Gottesmordlegende, die Jüdinnen und Juden kollektiv die Schuld am Tod Jesu zuschreibt. Sie hat über Jahrhunderte zur Entstehung und Festigung antisemitischer Stereotype beigetragen und findet sich bis heute in sakraler Kunst. Der Kreuzweg in Westbevern stellt ein Beispiel für diese problematische Tradition dar.

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Judenfeindliche Taufsteinreliefs Ecclesia & Synagoga, röm.-kath. Kirche St. Pankratius, Beckum (Vellern)

Steinschnitzerei mit drei Figuren in Bogenrahmen: eine Frau, die einen Kelch hält, eine zentrale Figur mit Hut und Stab sowie eine Figur mit Flügeln. Über jeder Figur sind Namen eingraviert. Die Schnitzerei zeigt drapierte Gewänder und mittelalterliche Gesichtszüge. (Text mit KI erstellt)

Beschreibung

In der römisch-katholischen Pfarrkirche St. Pankratius in Beckum (Vellern), deren Ursprünge ins 12. Jahrhundert zurückreichen, befindet sich ein Taufstein, der auf die Mitte des 13. Jahrhunderts datiert wird .1 Dieser Taufstein zeigt in acht Reliefdarstellungen figürliche Motive, unter denen sich auch ein besonders prägnantes allegorisches Paar befindet: die Ecclesia und die Synagoga. Beide Figuren sind nicht nur durch ihre Attribute, sondern auch durch die über ihnen angebrachten Inschriften eindeutig zu identifizieren. Reproduziert wird durch diese Figuren christliche Judenfeindschaft in Form von Überlegenheitsphantasien gegenüber dem Judentum.

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Reproduktion des judenfeindlichen Gottesmordmythos, röm.-kath. Kirche St. Antonius von Padua, Bad Wünnenberg

Ein Gemälde zeigt einen bärtigen Mann, der ein Holzkreuz trägt, hinter ihm eine verzweifelte Frau und einen weiteren bärtigen Mann in einem Kapuzengewand, der auf sie zeigt und eindringlich spricht. Die Szene ist dramatisch und emotional. (Text mit KI erstellt)

Beschreibung

In der römisch-katholischen Pfarrkirche St. Antonius von Padua in Bad Wünnenberg befinden sich Kreuzwegbilder, deren bildliche Gestaltung judenfeindliche Symbolik transportiert. Die Saalkirche, deren heutiger Bau zwischen 1678 und 1679 entstand, blickt auf eine lange Geschichte zurück, die bis ins 9. Jahrhundert reicht. Wann genau die Kreuzwegbilder entstanden und wer ihr Urheber war, ist nicht bekannt. Die judenfeindliche Bildsprache dieser Darstellungen ist jedoch bis heute von Bedeutung.

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Reproduktion des judenfeindlichen Gottesmordmythos, röm.-kath. Pfarrkirche St. Simon und Judas, Warburg (Wormeln)

Ein Gemälde, auf dem Jesus mit einer Dornenkrone an einem Holzkreuz liegt, während ein Mann einen Hammer erhebt, um seine Hand festzunageln, während andere verängstigt zuschauen. (Text mit KI erstellt)

Beschreibung

In der römisch-katholischen Pfarrkirche St. Simon und Judas im Warburger Ortsteil Wormeln finden sich Kreuzwegbilder, die durch ihre Bildsprache Elemente der antijüdischen Gottesmordlegende reproduzieren. Die genaue Entstehungszeit dieser Bilder ist unbekannt. Die Kirche selbst war ursprünglich Teil eines 1246 gegründeten Nonnenklosters.

Im Vergleich zu anderen bekannten Darstellungen ist der antisemitische Gehalt der Wormelner Kreuzwegbilder auf den ersten Blick weniger plakativ – doch gerade diese subtile Form macht ihre Wirkung nicht weniger problematisch. Die Reproduktion judenfeindlicher Narrative erfolgt hier durch gezielte visuelle Codierungen und narrative Konstellationen.

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